10 Sätze, die junge Eltern nicht mehr hören können.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Niemand weiß das besser als junge Eltern, die sich pausenlos Ratschläge, Kommentare und sonstiges Feedback von Eltern, Freunden und Kollegen anhören dürfen. Die haben nämlich tolle Dinge im Internet gelesen oder von anderen Eltern gehört. Als Vater von zwei jungen Töchtern (1 und 4 Jahre) glaube ich für viele Eltern sprechen zu können, wenn ich sage: Wir hören uns viel an, weil wir gut erzogen wurden, aber es gibt Grenzen! Denn bei einigen Sätzen schlackern dir als Papa oder Mama echt die Ohren.

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Hier sind 10 Sätze, die junge Eltern wie wir nicht mehr hören können:

1. „Und, schläft euer Baby schon durch?“ 

Ich hatte es in meinem Blogpost vor ein paar Wochen bereits geschrieben: Schlafentzug ist eine angewandte Foltermethode. Man verliert das Gefühl für Raum und Zeit, ist ständig gereizt und sehnt sich nur nach einem: Mittagsschlaf. Gerade, wenn das Baby mehrfach nachts wach wird und schreit, sowie das bei uns bei K1 der Fall war, dann ist das einfach mal maximal anstrengend. Wenn dann auch noch von außen die Frage kommt, ob das Kind schon durchschläft, wie in anderen Familien, dann wird der Hals schon mal dicker. Natürlich auch aus Neid.

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2. „Und, hattest du ein erholsames Wochenende?“

Diese naive Frage wird oft von Arbeitskollegen gestellt, die natürlich keine Ahnung haben. Lasst uns doch mal kurz sehen, wie das Wochenende war. Da war das Chaos in der Wohnung, das zahnende Baby, der Besuch der Großfamilie, die angemalte Waschmaschine, die zerkratzte Lieblings-Blue Ray und natürlich der mehrstufige Revolutionsversuch der großen Tochter. War da eigentlich noch Zeit für Hobbys? Ähhhhh, nope! Tatsächlich ist es meistens ruhiger im Büro als zuhause. Auch wenn viele Männer das gegenüber ihren Frauen nie zugeben würden.

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3. „Was macht ihr eigentlich Silvester?“

Na was sollen wir schon machen? Wir schnallen uns unsere Kinder um die Hüfte, saufen uns schon zuhause richtig einen an und ziehen dann die ganze Nacht wahllos durch Berlin. Was denn sonst?

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4. „Könnten ihre Kinder bitte etwas leiser sein?“

Als ob Kinder sprechende Barbies wären, bei denen man an der Seite einen Lautstärkeregler hat, den man einfach nur zu bedienen hat. Ganz ehrlich, es sind Kinder! Die lachen, weinen und schreien. Und manchmal sogar gleichzeitig. Übrigens eine Frage, die sehr typisch für Deutschland ist. Es ist zum Heulen.

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5. „Das Kind testet langsam die Grenzen aus. Da müsst ihr jetzt hart sein.“

Einfach mal so einen Satz droppen und dann weiter schlendern und sich ein Eis kaufen. Herrlich. Unaufgeforderte Erziehungsratschläge sind ja eh schon das Allerletzte. Aber wenn diese dann auch noch von „gut belesenen“ Singles kommen ist eine Grenze erreicht.

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6. „Müde? Dann geht doch eher ins Bett.“

Leute, die diesen Satz gesagt haben, sagten auch „Ich will noch keine Kinder, aber irgendwann.“ und „Es gibt kein Problem, das man nicht lösen kann.“ Tatsächlich sind es eben nur diese 2-3 h am Tag, die man hat, wenn die Kinder schlafen. Zeit, endlich mal wieder Mann und Frau zu sein und nicht nur Papa und Mama. Zeit, um Kraft zu tanken und abzuschalten. Ohne diese Auszeit wird das nämlich nix.

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7. „Seit ihr Eltern seid, ist mit euch auch nichts mehr los.“

Ansage. Wird aber von vielen Freunden nicht ausgesprochen, sondern nur gedacht. Dahinter steckt scheinbar der Gedanke, dass junge Eltern bequem geworden sind. Das Gegenteil ist der Fall. Wir sind den ganzen Tag busy mit den Kids und daher abends komplett im Arsch. Dass man daher nicht mehr so oft weg geht wie früher ist ganz normal. Trotzdem sollte man seine sozialen Kontakte natürlich pflegen. Aber auch das kann ja bekanntlich manchmal anstrengend sein. Daher geniessen wir abends oft einfach mal die Ruhe „nach“ dem Sturm. Hashtag #Couching.

couch


8. „Kleine Bockphase? Das ist noch gar nichts. Die Probleme werden immer größer.“

Das ist ja sehr ermutigend. Wenn man mit den Nerven schon völlig am Ende ist, haut so ein Satz rein wie eine Bombe. Uns ist schon klar, dass mit den neuen Möglichkeiten wie Laufen und Sprechen neue Gefahren lauern. Nur ist das nicht sehr hilfreich, wenn das Kind schreit wie am Spieß, weil es einfach nicht einsieht, dass die Bastelschere nicht ins Kinderzimmer gehört. Oder sich die lieben Kleinen mal wieder in die Haare kriegen.

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9. „Euer Kind hat die Grippe? Das könnte eventuell auch ein ganz schlimmer Virus sein, da wäre ich vorsichtig.“ 

Das ist meistens nichts anderes als Panikmache. Im Internet steht ja so ziemlich alles. Da gibt es Seiten, auf denen du die Symptome deines erkälteten Kindes eingibst und dir dann als Diagnose Ebola ausgespuckt wird. Schlimm sowas.

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10. „Fernsehen soll ja für kleine Kinder gar nicht so gut sein.“

Natürlich gibt es Eltern, die es übertreiben, das Baby stundenlang vor dem TV parken oder einen Fernseher in das Kinderzimmer stellen. Aber ich denke, die Mehrheit sieht den Fernseher einfach mal als willkommenen Babysitter, den man ab und zu mal einschalten kann. Im wahrsten Sinne des Wortes. Psychologen warnen übrigens nicht vor dem Fernseher selbst, sondern davor, dass die Kinder in dieser Zeit weniger lernen könnten. Alles schön und gut. Wenn unsere Große Samstag früh allerdings um 6.00 Uhr an der Bettdecke zieht, dann ist man einfach froh, dass es den Disneychannel gibt. Und wenn Außenstehende das nicht verstehen? Who cares?

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Wie sieht`s bei euch aus? Welche Sätze nerven euch außerdem? Was sind eure Erfahrungen? Freue mich auf eure Kommentare 🙂


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Gabriel Rath

Ich bin Gabriel, Rostocker Jung`, verheirateter Vater von 3 kleinen Töchtern und kreativer Kopf mit einer Vorliebe für Digitale Kommunikation und Social Collaboration. Ich bin außerdem Rapper, Teil der 12min.me-Crew und mache den Webcast "New Work Chat". Hier im Blog schreibe ich über mein Leben zwischen Kinderzimmer und Digital Workplace.

113 Antworten auf „10 Sätze, die junge Eltern nicht mehr hören können.

    1. Mut-mach-Kommentar: Meine Mausi ist jetzt 20 Wochen und sie war in all dieser Zeit gaaaanz selten anstrengend. Wir hatten von der 4ten bis zur 6ten Woche ein paar Abende, an denen sie von 20 bis 22 Uhr schrie. Ansonsten war es eigentlich immer ziemlich okay! Sie ist ein sehr ausgeglichenes Baby. Als sie ganz klein war, kam sie nachts zweimal (wenns schlecht lief dreimal) zum stillen und schlief danach gleich weiter. Mittlerweile bringe ich sie um 19:30 ins Bett und sie kommt immer ungefähr um 3:30. Danach schläft sie weiter, mindestens bis der Wecker um 7 Uhr geht. Ich bin selbst völlig überrascht! Ich hoffe sehr, dass das so bleibt, aber ich fürchte, das ist Utopie… Spätestens die Trotzphase wird schlimm. Zumindest bereite ich mich seelisch schonmal auf einen riiiiesen Sturm vor. Also: Es muss nicht immer anstrengend werden. Freu dich auf dein Baby! 🙂

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    2. Es wird schlimmer😂Versprochen! Keiner kann sich vorstellen wie es sich in echt anfühlt 2,5 Jahre nicht durchgeschlafen zu haben. Und man kann ein Kind nicht „abrichten“ . Also, jetzt viel entspannen, dass geht danach nämlich niiieeeee mehr ohne ständig diesen kleinen Menschen im Kopf zu haben😊😉🙏 den es sagt einem auch keiner, wie sehr man das kleine Ding lieben wird💝viel Glück für ein Eintritt ins Paralleluniversum!

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    3. Ja… Kenn ich alle…
      Aber am miesesten: Ihr habt euch für drei Kinder entschieden… Dann müsst ihr da jetzt durch😡
      Ja das ist mir bewusst- aber trotzdem sind meine Kinder auch mal anstrengend…

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    4. Naja, sagen wir mal so, seit das Kind da ist, kann mein Mann verstehen, warum ich in der Schwangerschaft genervt war, wenn ich zum xten Mal dieselbe Frage beantworten musste.
      Aber im Großen und Ganzen lässt es sich aushalten.

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  1. Kleine Kinder – kleine Sorgen,
    Große Kinder – große Sorgen.
    Den Satz kann ich nicht mehr hören. Der kommt immer von älteren Kolleginnen deren Kinder in der Pubertät oder weiter sind. Das Verständnis für die Probleme mit kleinen Kindern lässt extrem schnell nach.

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  2. Ich habe mein Studium an der Präsenzuni für mein Kind geopfert und habe dann, als sie ein halbes Jahr alt war, an der FernUni angefangen. Dadurch bin ich zuhause und musste sie nicht frühzeitig in die Kita geben. In diesem Kontext beliebte Sätze „Na dein entspannten Tag hätte ich gern“ (bitte? Haushalt, Wäsche und Vollzeit-Kindsbespaßung und irgendwie nebenher noch ein Bachelor-Studium unterkriegen? 30 Stunden irgendwie in 24 Stunden pressen und auch noch schlafen?) „Ach das ist doch so ein liebes Kind, da hast dus ja einfach“ (Außerhalb des Hauses das liebstes Kind und daheim ein kleiner Teufel. Immerhin so und nicht anders herum). Lieblingssatz meiner Mutter: „Also im Tragetuch tragen…. das machen doch bloß die Öko und Hippie-Spinner?“ (ja Mama, ehm so ähnlich.). Ansonsten, jetzt wo die Kleine im Kindergarten ist entweder „Jetzt wirds aber Zeit fürs Nächste“ alternativ „Auf gaaar keinen Fall dürft ihr euer zweites Kind bekommen bevor du nicht mit dem Studium fertig bist und wenigstens ein paar Jahre gearbeitet hast“
    Recht machen kann man es eh niemandem 😀

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    1. Oh ja, das mit Dem Studium kenn ich. Hab nun auch das 2. und kurz nach der Geburt wurde schon gefragt, wann das nächste kommt. Mir reichen die beiden eigentlich und fertig studieren soll ich auch noch. Klar, irgendwann….*Nerv*

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  3. Da fällt mir spontan nur Word! ein. Ich hätte nie, wirklich nie, gedacht, dass einen das Umfeld in Zeiten maximaler Genervtheit mit völligem Blödsinn noch weiter reizen kann. Aber das gehört zum dennoch geilsten Job der Welt wohl dazu…

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  4. „Das Kleine hat die Mütze vor den Augen“ und
    „Wie? Du stillst nicht (mehr?)“ und von der Vorgeneration gern gesagt:
    „Ja, der/die hat ja einen ganz eigenen Willen. Das ist toll.“ Ich denke dann immer. „Ja genau, den eigenen Willen, den man kategorisch noch vor drei Jahrzehnten aberzogen bekam. Meinste den?“
    Und auch von Kinderlosen gern bemühte Beschwerde: „Typisch Eltern. Die meinen immer, nur weil ich keine Kinder hab, wüsste ich nichts über Erziehung.“ Genau so ist das und daher Schnabel halten. Meine Wunschantwort: „Ich zum Beispiel hab wenig Ahnung von Autos. Und das, was ich da weiß, hab ich mir angelesen. Also sag ich dem KFZ-Mann auch nicht, wie er die Wagen zu behandeln hat.“ 😉

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    1. Das stimmt so nicht. Das redet man sich als Eltern gern ein um den Tag zu überstehen. Ohne Hoffnung das es besser wird, funktioniert das nämlich nicht.

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  5. Herrlich – mit mittlerweile 4 Kindern kann ich nur zu gut nachvollziehen, von was hier gesprochen wird. Die jüngste wird im Januar 2 Jahre alt – es kann also nur noch besser werden 😀 So stressig und entnervend der Alltag meist auch ist – ich möchte keines meiner Kinder missen und „overall“ war es die beste Entscheidung meines Lebens, Kinder haben zu wollen 🙂

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    1. Der ist gut. Ist mir garnicht aufgefallen, dass ich in Notsituatioen immer ne Reiswaffel griffbereit habe (und die sind erst ab acht Packungen am Tag Krebserregend)

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  6. Wir bekamen mal von einer bis dahin noch Kinderfreien Person zu hören:

    „Aber Ihr wisst schon, dass Ihr am längeren Hebel sitzt, oder?“

    Ich kann Deinen Gefühlsausbruch also voll und ganz nachvollziehen!

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  7. „Das ist aber ein mutiger/forscher/schneller/ kleiner Mann“ -Ja nee, ist klar.Und sorry nochmal, dass ich nicht „Mädchen“ drauftätowiert habe. Und ja, sie trägt durchaus rosa, pink, lila, etc. Mädchen können auch mutig sein und mit Stöcken kämpfen. Echt jetzt! Soll vorkommen. Gerne dazu dann: „Jetzt brauchst du aber noch einen Jungen!“
    Brauchen tu ich garnix. (Außer vielleicht mehr Zeit…?) Das ist ja weder wünsch-dir-was noch Selbstverwirklichungsobjekt. Zumindest bei mir nicht. Zwei Mädels tun es auch.
    Dazu noch der all-time-favourite des Opas beim 1. Kind: „Ein Mädchen? Naja, damit kommen wir auch irgendwie klar.“

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  8. „mei, so ein liebes mäderl!“ – „vielen Dank, aber das ist ein bub!“ – „neeein, echt?!? das kann nicht sein!“
    ja, ähm, ich seh ihn mehrmals täglich nackt und hab ihn außerdem zur welt gebracht. ich bin wohl DIE instanz wenn es um diese auskunft geht. dürfen Sie mir ruhig glauben!

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  9. „Wenn sie nicht auf`s Töpfchen gehen, dann musst du sie mal in die Hose pinckeln lassen.“ – Na klar, also ob das bringt, außer einem Berg Wäsche für mich.

    Der beliebteste Satz “ Warte mal bis sie laufen können…“.

    Kind im kompletten rosa Skianzug – „Ist das ein Mädchen?“…..grrrrr

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    1. Das hatte ich auch! Maus im Kinderwagen in rosa Strampler mit rosa Mützchen und rosa Schnulli und dann die Frage „ist das ein Mädchen?“ Ich war böse, ich hab geantwortet „Nein ein Junge, aber ich will dass er schwul wird…“ 😜

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  10. Wenn ich als Teilzeitlerin vom Büro zum Kiga hetze, von Kinderlosen hören: „Ach, ich hätt auch gern so früh Feierabend!“ Feierabend?! Und: Klar, nimmst du auch das reduzierte Gehalt? Und wenn ich Zusatzaktionen ablehne mit dem Hinweis „keine Zeit!“, die Antwort „Ach ja, das geht uns ja allen so!“

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  11. „Du hast es gut, ich wär auch gern mal ein Jahr zuhause… Und was nächste mit der vielen Freizeit?“ Lass mich nachdenken: ich mag meinen Beruf und ja er fehlt mir und ich will mich nicht ständig dafür entschuldigen… Das schmälert meine Hingabe für mein Kind auch keineswegs und in der viiiielen Freizeit wasche ich, Wickel ich, stille und füttere ich, schmeiße ich den Haushalt und trage mein Kind rum, wenn mal wieder nix anderes hilft. Schön sind auch sämtliche medizinische Kenntnisse, wie: ach, sabbert er ständig ( Dauerzustand seit der 8. Woche), dann bekommt er jetzt Zähne… Oder der hat so rote Bäckchen, das sind die Zähne! Ist er erkältet? Dann kommen jetzt sicher auch Zähne… Meine Güte, mein Zwerg bekommt quasi seit 4 Monaten täglich Zähne… Und wisst ihr was? Noch ist nicht ein einziger da 😉
    Außerhalb der Momente in denen einen diese Kommentare die Wand hochtreiben, ist es dennoch echt cool mit dem kleinen Zwerg Nase 🙂

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  12. Hach ja 😀 Einfach nur zutreffend, ich glaub ich hab auch alle Sätze schon mal gehört.
    Schön finde ich auch noch:
    „Was, er trägt immer noch Windeln???“
    „Du stillst immer noch?“ (Mein Zwerg war damals 4 Monate alt)
    oder
    „Nach wem kommt das Kind denn nun? Mehr Mama, mehr Papa?“ (Das ist mit mein gefühlt schlimmster Satz, den so ziemlich jeder in der Verwandschaft bringt! )

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    1. richtig, gaaaaanz der Papa! oh ja, Papa blond, Kind hat dunkles Haar- ganz der Papa! Papa halt ein Mann, Kind ein Mädchen – ganz der Papa! aber nicht zu vergessen, wenn das Kleine mal „was angestellt hat“ – war der Papa ja als kleines Kind nie so! schon klar, das es das dann bestimmt von der Mama hat! Von wem sonst?! *mit dem Kopf gegen die Wand lauf*

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  13. Bei aller liebe , ich hab zwei Kinder ( 6 Jahre und der kleinste 6 Monate ) , die Frage sollte ja eher sein ob man nicht die “ falschen Freunde “ hat. Ich hab noch nie solche dusligen Fragen gehört und selbst wenn , einfach nicht darauf eingehen. Das mit dem Fernsehen finde ich allerdings bedenklich . Maas ist eher ne Erziehungssache . Es gibt ja auch Bücher. Und ja ich weis wovon ich spreche . Das ist keine Kritik , sondern das sind Erfahrungen . Kinder kann man zum länger schlafen erziehen . Und wenn der Zug schon abgefahren ist , dann wieder ins Bett oder ins Zimmer bringen und nicht vor dem Fernseher. Ansonsten be cool. P.S. Leute die was über Kindererziehung erzählen wollen und selber keine haben , die nehme ich doch nicht ernst .

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  14. Wir sollten diesen Artikel in der ganzen Welt verbreiten, damit wir genau diese Dinge, die wir alle schon 10589648 mal gehört haben, nie wieder hören müssen.
    In den meisten Fällen reicht es aus, wenn das Gegenüber einfach nur zuhört und verdammt nochmal einfach die Schnauze hält und keinen super-tollen-und-überaus-intelligenten Kommentar da lässt.
    Am Schlimmsten empfand und empfinde ich es immer, wenn der Satz schon mit „Also bei uns war das ja so….“ beginnt

    LG
    Daniela

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  15. „Ist er schon trocken?“

    oder „Er hat sie im Griff, er erzieht Sie, nicht nicht Sie ihn!“

    oder „Er muss aber dann auch bald mal eine Mütze aufsetzen, es wird kalt!“

    oder „Ist er denn artig?“

    oder „Spricht er schon?“

    oder „ihr müsst ihn aber unbedingt zweisprachig erziehen, denn das ist ja DIE Chance!“ (Ach echt? Auf die Idee wären wir nie gekommen. Also sein Papa ist Japaner, daher das Thema „Zweisprachig“.)

    und viele viele Sprüche mehr… Wie „schläft er durch“ und und und….. Never ending story. ^^

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    1. Ist sie noch nicht trocken (11 monate), du musst sie auch mal schreien lassen, tutti wird aus dem mund gerissen mit dem kommentar, dafür bist du doch schon viel zu gross….., schlafendes kind wird aus dem bett gerissen mit dem kommentar sie war aber schon wach, der beste: kind gerade 4 monate alt, hast du ihr schon mal ne zitrone in den mund gesteckt……wat??? Na klar und demnächst gehen wir ein schnitzel essen……..)

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  16. Hat dies auf so schön unperfekt rebloggt und kommentierte:
    Vielen Dank für diesen tollen Artikel.
    Wahrschienlich ist die Liste noch ums unendliche weiterführbar aber fürs erste sollten diese 10 Sätze reichen. Also liebe Leute: Lesen und dann nie wieder zu jungen Eltern sagen 😉

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  17. super formuliert! Seit dem ich meinen Sohn hab, hab ich des Öfteren auch diese Sätze zuhören bekommen..

    Jedoch fiel mir jetzt auf, dass genau ich diese Sätze (zumindestens ein paar davon) auch zu bekannten gesagt habe, bevor ich Mutter war! 😬
    Ich nehme es den kinderlosen nicht übel..
    Wir wussten alle mal nicht wie es mit Kind eben ist..

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  18. Oh da schließe ich mich meiner Vorrednerin an 🙂 Warum schreit er? Hat er vielleicht Hunger? Ein herrlicher Satz, nach den ersten drei Monaten mit einen Baby dass nach jeder Mahlzeit Bauchweh bekommt und einfach nichts hilft. Aber nein, natürlich hat er bestimmt hunger! Ein Baby füttert man doch nicht regelmäßig – wieso auch!?

    Danke für den herrlichen Artikel! Ich hab ihn gleich mal auf unserer Fanpage geteilt 🙂

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  19. Na mir reichen teilweise schon die Weisheiten im Vorfeld. Unser Kleiner kommt theoretisch am 24.12. zur Welt…Kommentar zum Termin: „Ach das arme Kind! Wie koennt Ihr ihm das antun?!?!“, „Also da muesst Ihr dann ja im Sommer nochmal separat ne Feier machen, das ist ja sonst echt gemein! Wollen wir uns da jetzt schon auf ein festes Datum einigen?“ Tja, ich bin halt von Natur aus bosshaft und habe den Termin genau geplant! Kinderkriegen ist ja bekanntlich terminlich absolut exakt planbar. Vor allem da ja auch alle Kinder immer genau am errechneten Tag kommen, nicht wahr? Und ja, natuerlich moechte ich auch schon heute ein Datum festlegen, an dem wir fuer die naechsten x Jahre den Geburtstag unseres Sohnes nachfeiern.
    Sehr schoen finde ich auch die Ratschlaege meiner Schwaegerin. Sie ist einige Jahre juenger als ich und hat Ende August diesen Jhres ihr erstes Kind entbunden. Dadurch weiss sie jetzt natuerlich absolut alles ueber Schwangerschaft, Saeuglinge und Erziehung. Ich hege da allerdings so meine Zweifel, da sie ihre kleine Tochter seit der vierten Lebenswoche mehr bei den Grosseltern abgibt, als sich selbst um sie zu kuemmern und das auch stets und staendig ueber nacht. naja, das kann ja jeder machen, wie er moechte. Sie Ist auf jeden Fall der Auffassung, dass ich mich noch „maechtig umgucken“ werde und „sich dann alles aendert“. Ausserdem werde ich „froh sein ueber jede Stunde“, die ich das „Kind los“ bin. Aha, na da bin ich ja mal gespannt…
    Immer wieder toll sind auch die Bemerkungen meiner Mutter und meiner Oma: „Also dieser ganze neumodische Kram heutzutage. Das ist doch alles totaler Quatsch!“, „Sowas hatte wir frueher auch nicht und es ging trotzdem.“ „Sowas haben wir ja frueher nicht gebraucht!“, „Windeleimer? Sowas holt Ihr doch nicht wirklich?! Ist doch Quatsch! Wir hatten frueher wenigstens auch noch richtige Windeln.“, „Was wollt Ihr denn mit so nem Trageding? Also wir hatte das Kind ja noch ordentlich im Wagen und haben es uns nicht, wie einen Rucksack, umgeschnallt!“
    Ich bin auf jeden Fall jetzt schon froh, dass es nicht mehr „frueher“ ist!!!

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  20. Mein Lieblingssatz: „Oh, ist das aber klein!“ Tja, das mag jetzt zwar überraschend kommen, aber die Kleinen schlüpfen nicht mit 1,75 und 60 kg aus.

    Steigerung im Supermarkt. Töchterchen (damals 4 Wochen alt) in der Babyschale dabei. Ältere Frau guckt ganz verzückt und meint: „Ja mei, so klein. Ist das eine Puppe?“ Yep… ist es. Hast mich erwischt. Ich schleppe ja gerne nur so zum Spaß neben den Wocheneinkäufen noch den Cybex mit einer Puppe rum. Klar… Man fragt sich echt, wo manchen Leute denken lassen.

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  21. Ich hab auch noch einen: Seit dem Ende des Mutterschaftsurlaubs (in der Schweiz gibt es leider (noch) keine Elternzeit) arbeitet meine Frau wieder 80%. Das heisst für unseren Sohnemann unter der Woche tagsüber 2 Tage in der Kindertagesstätte, zwei Tage mit mir (ich arbeite 60%) und ein Tag mit meiner Frau. Dieses Modell funktioniert für uns alle super…. Da fragt doch eine Arbeitskollegin meine Frau tatsächlich und vollen Ernstes, wie es denn für unseren Sohn so sei, ohne Mutter auzuwachsen – ääääääh, bitte was??
    Und wenn wir schon dabei sind, wie wärs wenn wir diesen wunderbaren Blogeintrag ergänzen mit einer Hitparade der besten Entgegnungen auf eben diese Sprüche, die wir wirklich nicht mehr hören können? Ich fang gleich mal an: „Klassische“ Situation, Mutter mit Kleinkind im Supermarkt, der Kleine ist gerade dabei, sich so richtig schön in einen ich-will-jetzt-Schokolade-Schreianfall ‚reinzusteigern. Die Mutter nimmts gelassen und setzt ihren Einkauf einigermassen ungerührt fort. Da kommt eine ältere Dame mit Grossmutter-Allüren auf die Mutter zu, „oooch, was hat er denn, der arme Kleine?“. Darauf die Mutter, ohne mit der Wimper zu zucken: „Sie würden auch schreien, wenn Sie gerade frisch tätowiert worden wären“. Herrlich 😀

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    1. Das ist ja toll, dass du nur 25 stunden arbeitest. Da tust du ja wirklich was für deine worklifebalance! Meine Antwort: Ich muss jetzt los. Mein Nebenjob wartet. Er ist einen Meter groß und drei jahre alt. So viel zum Thema worklifebalance! Reaktion darauf war: Naja aber Kinder machen so viel Freude. Der Typ war kinderlos und hatte nur einen teilzeitjob. Worklifebalance eben.

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      1. Das wäre dann in diesem Fall die Work-Child-Balance 😉 Ich hatte diesbezüglich grosses Glück, dass ich mein Arbeitspensum problemlos auf 60% reduzieren konnte. Ist bei uns leider noch alles andere als selbstverständlich, gerade bei Männern besteht noch viel Nachholbedarf im Bereich der Teilzeitarbeit.
        Das mit dem Nebenjob find ich übrigens auch sehr treffend ausgedrückt!

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  22. schon mal darüber nachgedacht, dass die meisten Leute es einfach nur nett meinen und so ihre Unterstützung ausdrücken wollen und sich vielleicht 9 Monate lang alles mögliche über „Schwangerschaft“ angehört haben und jetzt beim Thema Kinder vielleicht noch nicht mitreden können, aber sich dennoch am Gespräch beteidigen möchten??? und es könnte auch sein, dass die Omi im Supermarkt mit ihren „Och, die ist aber klein“ eher ein Kompliment ausdürcken möchte oder die Freundin mit „vielleicht bekommt er schon den ersten Zahn“ einfach nur Mut machen möchte (es geht bestimmt bald vorbei und du schaffst es).

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    1. Das mag in gewissen (oder vielleicht sogar auch in vielen) Fällen so sein – und trotzdem ist es halt irgendwie nervtötend, wenn man zum gefühlten hundersten Mal die sich immer gleichenden Sprüche hört. Fairerweise müsste man aber wohl schon etwas differenzieren zwischen Aussagen wie den von Dir erwähnten und solchen mit dem Charakter „Erziehungstipps von Kinderlosen“.
      Bereits einige Zeit vor der Geburt – spätenstens ab dem Moment, wo der Bauch der Frau auch für „Laien“ eindeutig als Schwangerschaftsbauch zu erkennen ist – wird man als werdende Eltern gewissermassen zum „Allgemeingut“; JedeR hat das Gefühl, er/sie müsse irgendwelche verbalen Ergüsse dazu abgeben….. ich mein, ich geh auch nicht einfach zu übergewichtigen Menschen hin und lasse sie ungefragt an meinem Wissen zu einem gesünderen Lebensstil teilhaben, oder weise aus meiner Sicht schlecht gekleidete Menschen auf mangelnden Stil in der Kleiderauswahl hin. Das nur so als Beispiele, hoffe Du verstehst was ich meine.

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    2. Hallo Mary,
      ja es gibt solche und solche Menschen. Natürlich ist das was du beschrieben hast auch total nett gemeint, vor allem wenn man selbst Erfahrung damit gemacht hat und einen Tip geben möchte wie es eventuell erträglicher wird. Aber ich glaube er meint wohl eher die Leute (meistens Fremde auf der Straße, beim Einkaufen etc….) die klugscheißerisch genau solche Sprüche von sich lassen und meinen Sie wüssten ja alles besser und man solle es lieber so und so machen….Man hört es ja schon aus dem Ton heraus wie es gemeint ist….Und das denke ich mal geht vielen Eltern einfach tierisch auf die Nerven ;P

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  23. heut erst erlebt, meine Tochter 9,5 Monate alt sitzt im Buggy mit ROSA Mütze, ROSA Jacke mit Herzchen drauf und lila Hose, was hör ich: das ist doch ein Mädchen oder ??
    Hääääääääääää

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  24. Ich bin mit dem zweiten Kind schwanger, zu meinem Geburtstag so ziemlich im Endstadium. Was von meinen „Freunden“ kam schockte mich echt, als diese meinten, das ich ihnen damit ja meinen! Geburtstag versauert.

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    1. das ist ja mega mies.. xD
      war bei mir aber tatsächlich genauso.
      Bei mir hieß es dann noch zusätzlich, „Ja, dann brauchen wir dir ja gar nichts mehr zu schenken.“

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  25. Wirklich tolle Kommentare hier. Ich habe da auch noch einen „tollen“ Spruch. Hatte nach meiner Großen den Kinderwagen (beige/weinrot) und allerhand Babysachen aufgehoben. Ging dann mit meinem Sohn spazieren! Er in dem Kinderwagen und er hatte rote (nicht rosa) Sachen an….kommt auch so eine Omi und schaute prüfend in den Kinderwagen: „Oh, dass ist aber ein süßes Mädchen!“ Ich müsste mich beherrschen nicht laut loszulachen und antwortete: „Das ist ein Junge und rot steht ihm trotzdem!“. Die Omi bekam ganz große Augen und sagte nüscht mehr. Mein Sohn rennt heute noch zu Hause in den rosa Pullis seiner großen Schwester rum…

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  26. Bei uns sind es:
    „Sie hat bestimmt nen Pups quer sitzen….“, „das ist nur so ne Phase/ ein Schub grade..“,
    ….“hat bestimmt Hunger..“,
    „Sieht ja genau aus wie der Papa..“ „Um 16:00 treffen, ist das nicht etwas früh….“,

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  27. Pass uff, hier meine Top 5:

    1. Wenn du sie immer trägst, lernt sie nie laufen! (Nachwuchs 9 Monate, sitzt, krabbelt und zieht sich an Gegenständen hoch. Ich kann keine Entwicklungsverzögerung, verursacht durch das böse Tragetuch, erkennen)

    2. Wie lange willst du denn NOCH stillen?? Wenn sie in die Schule geht, hörst du damit aber auf, ja? ( Wie gesagt. 9 Monate.)

    3. Schläft sie immer noch nicht durch? Lass sie doch einfach mal weinen, sie wird schon schlafen, wenn sie müde ist! (Äähm…Nein. Einfach Nein.)

    4. Wann gehst du endlich wieder arbeiten? (9 MONATE!!!!)

    5. Hast du schon einen Kita-Platz? (Wir wohnen in Berlin-Pankow. Eher finde ich hier ein steppendes Einhorn, als einen Kita-Platz.)

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