Unsere Kinder sind jetzt 3 und 7. Die Große hat gerade die 1. Klasse geschafft. Die Kleine plant seit Monaten ihren 4. Geburtstag als wäre es ein nationaler Feiertag. Man könnte sagen wir sind ziemlich stolze Eltern UND wir sind aus dem Gröbsten raus. Was allerdings nicht heißen soll, dass alles megaeasy ist, nur weil unsere beiden Hosenscheißer keine Windeln mehr tragen und sich halbwegs logisch artikulieren können.

Denn die beiden haben erstaunlich schnell erkannt, wie wichtig es im Leben ist, sich durchzusetzen und einen eigenen Standpunkt zu vertreten. Man könnte auch sagen, dass die beiden ziemlich stur sind, was bei uns öfter mal zu hitzigen Debatten führt. In solchen Momenten gucken meine Frau uns manchmal an und denken für 2 Sekunden exakt das Selbe: „Wie soll das erst in der Pubertät werden?“

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Jan Weiler ist da schon einen Schritt weiter. Seine Kinder sind mittlerweile schon etwas älter als meine. Richtige Teenager. Pubertiere. Und über die hat Jan mittlerweile ziemlich viel geschrieben.

Der 49-Jährige war bis 2005 Chefredakteur des „SZ-Magazins“. Seit 2007 schreibt der frühere Werbetexter wöchentlich die Kolumne „Mein Leben als Mensch“. Sein Leben im Daddymodus quasi 🙂 Über das Leben mit seiner Familie, seinen Kindern Milla, 18, und Tim, 14, hat er das Buch geschrieben „Das Pubertier“ geschrieben, das 2014 erschien und nun verfilmt wurde. Sein neues Buch heißt „Und ewig schläft das Pubertier“. Unter einem Pubertier versteht Jan übrigens Folgendes:

Pu·ber·tier, das; Substantiv; feminin/maskulin, umgangssprachlich für ein menschliches Lebewesen zwischen 10 und 18 Jahren; das P. neigt zur völligen Couchstarre, kann jedoch phasenweise zu sportlichen Höchstleistungen motiviert werden, wenn die Gegenleistung stimmt; ernährt sich vorzugsweise von Chips, Pizza und farbigen Flüssigkeiten; das männliche Exemplar kommuniziert eher sparsam und bruchstückhaft, das weibliche hingegen permanent, oft unter Zuhilfenahme elektronischer Geräte. Neigt zu Gefühlsausbrüchen und taucht gern in Rudeln auf. Die Entwicklung vom P. zu einem Erwachsenen gilt mit ca 20 Jahren (weibl.), bzw. 42 Jahren (männl.) als vollzogen. (Quelle: Piper)

Ich durfte das Buch vorab lesen. Hier meine Meinung dazu: 

Ich mag das ja, wenn Eltern gut schreiben. Oft sind es die Muttis, die bei Instagram, WordPress & Co ihre Erlebnisse teilen, doch ab und an sind es auch die Jungs. Nun gibt es bei den Jungs ehrlichgesagt nicht wenige Ratgeber und Langweiler.

Jan Weiler ist allerdings einer von den Guten. Er schreibt mitten aus seinem Leben als Daddy und zeigt mit seiner augenzwinkernden Schreibe, wie verrückt das Normale in einer Familie doch ist.

Seine Geschichten orientieren sich an seinem echten Familienleben. Er schreibt Storys über den ganz normalen Wahnsinn also. Kommt mir bekannt vor 😉

Da wäre zum Beispiel sein Sohn Nick, der dauermüde ist und als typischer Teenie ein klassisches „Pubertier“ ist. Neuerdings. Auch Tochter Carla, 17, zählt zu dieser besonderen Spezies. Diese kleine Geschichten aus dem Alltag sind sehr entspannt geschrieben und eignen sich gerade als leichte Lektüre im Sommerurlaub.

So wie es mir bei meinen Daddymodus-Artikeln immer wichtig war, zu betonen, dass Familie zwar Wahnsinn – dafür aber alternativlos ist, macht auch Jan keinen Hehl daraus, dass er es liebt Papa zu sein. Es gibt eben auch viel zu lachen. Väter, die das Buch lesen, werden sich vielleicht darin wiederfinden oder sie werden sich vorstellen können, dass es irgendwann einmal so ähnlich sein kann.

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Auch ich bin gespannt, wie unsere Mädels irgendwann mal drauf sind. Werden die wilden Hühner den Aufstand proben? Oder werden sie immer ruhiger? Wir werden sehen.

Ich kann das Buch von Jan Weiler empfehlen, da neben den leicht bekömmlichen Texten auch die grafischen Illustrationen von Till Hafenbrak, der auch schon für die New York Times kreativ war, überzeugen. Aber checkt`s doch am besten mal selbst aus. Das Buch ist im Pieper Verlag erschienen. Es ist nur 172 Seiten dick und erschien als nettes, kleines Büchlein, das gut in der Hand liegt.


Gewinnspiel: Ich verlose 2 Bücher von „Und ewig schläft das Pubertier“ hier im Blog. Um zu gewinnen folgt mir einfach meiner Facebook-Seite www.facebook.com/daddymodus. Das Gewinnspiel läuft bis Dienstag, den 1. August, 18:00 Uhr. Die Gewinner werden per Zufall gezogen und per Facebook-Nachricht benachrichtigt. Viel Glück.

 

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