Mein schwerster schönster Job.

Ich hatte cholerische Chefs,
Projekte, die mir den Schlaf raubten
und Stress, der mich fast ins Burnout trieb.

Ich war Pfadfinder im Bürokratie Dschungel,
wurde belächelt und ins Abseits geschoben,
Doch kein Job war so herausfordernd wie der,
den ich seit 2009 mache.

Ich hatte ehrlich gesagt null Vorerfahrung.
Hatte hier und da Geschichten gehört.
Aber ich dachte mir: Einfach mal machen.

Dieser Job hat mich an meine Grenzen geführt.
Ich habe unendlich viel gelacht.
Aber auch geweint.

Mal vor Glück.
Mal vor Traurigkeit.
Und mal vor Überforderung.

2013 wurde ich befördert.
2019 dann noch einmal.

So habe ich gelernt,
was Verantwortung heißt.
Neudeutsch: also „Ownership“.

Tatsächlich mache ich den Job nicht allein.
Es ist so eine eine Art Jobsharing.
Wir sind ein Leadership Tandem.

Meistens klappt das ganz gut.
Aber leider auch nicht immer.

Leider ist das mit der Bezahlung so ’ne Sache.
Der Job kostet mich sogar was.

Angeblich zahle ich 176.000 €.
Allein die ersten 18 Jahre.
Und das ist noch nicht alles.

Und trotzdem. Ich liebe diesen Job.
Denn er zwingt mich zur Zuversicht.
Und er lehrt mich Demut.

Mit dem LinkedIn Zirkus hat das nix zu tun.
Und das ist auch gut so.

Man kann sich nicht dafür bewerben.
Man muss sich dafür entscheiden.
Jeden Tag aufs Neue.

Ich bin dankbar, dass ich ihn machen darf.

Meinen Job als Dad of 3 Girls. ♥️

PS: Wer kennt’s?