Like it or not. Warum Social Media viele Unternehmen überfordert.

„Wir wollen jetzt auch was mit Facebook machen. Wir haben gesehen, dass Wettbewerber XY da so eine Seite hat und nun wollen wir das auch. Am besten noch heute. Können Sie das? Ach ja, Geld soll das Ganze möglichst nicht viel kosten, aber wir haben gehört, dass Facebook ja eh kostenlos ist, umso besser.“

Ansagen wie diese sind leider nicht aus der Luft gegriffen wie Schmetterlinge, sondern oft grauer Alltag im Job eines Social Media Marketing Menschen wie mir. Nicht dass ich mich darüber beschweren möchte, ganz im Gegenteil, ich möchte heute auf die Lösung hinaus, nicht das Problem breit treten. Wenn ich mit bestehenden Kunden unserer Agentur über Social Media spreche, bekomme ich sehr verschiedene Reaktionen. Da ist von Abneigung über Skepsis und Gleichgültigkeit bis hin zu Aktionismus alles dabei. Man hat eben schon sehr unterschiedliche Dinge in den Medien über diese „soziale Sache“ gehört.

Die Einstellung „Wir wollen nun auch sowas machen“ ist schön und gut, der Ehrgeiz löblich. Trotzdem muss man sich fragen, warum soviele Unternehmen so ziellos herum rennen, und ich meine nicht nur die Kleinen. Wo ist die Strategie? Wo ist das Marketing? Warum so kopflos? Man möchte die hier gemeinten Unternehmen fest am Arm packen, Ihnen tief in die Augen schauen und mit fester Stimme in bester Don-Draper-Manier Sätze entgegen schmettern wie:

„Liebes Unternehmen „XY“, es ist schön, dass Sie erkannt haben, dass man ergänzend zur Homepage heutzutage auch im Bereich Social Media aktiv werden kann. Was genau wollen Sie denn erreichen? Was versprechen Sie sich? Ist Ihnen überhaupt klar, dass es um Unternehmenskommunikation geht und Sie reagieren müssen, und zwar nicht einmal im Monat, sondern in Echtzeit? Sind Sie dazu bereit, öffentlich zu kommunizieren? Nein? WTF?“

Tatsächlich sind viele Unternehmen schlichtweg überfordert, wenn es darum geht, sich eine Strategie zu überlegen, mit der man ein Ziel erreichen kann. Es kostet eben Zeit, sich einmal zu fragen, wie man als Marke wahrgenommen werden möchte. Schuld ist meistens das gute, alte Tagesgeschäft. „Wir würden ja gern, aber wir kommen momentan einfach nicht dazu“, ist auch ein sehr beliebter Spruch in diesem Zusammenhang.

Ich hatte kürzlich beim Rostocker eBusiness-Club eine Präsentation darüber gehalten, dass Social Media viele Unternehmen überfordert und dazu 3 Thesen aufgestellt.

Bottom line: Es fehlt oft schlichtweg die Vorbereitung. Diese wiederum wurde in folgendem Video sehr schön visualisiert. Ich habe, nach dem ich mir dieses nette Tutorial angesehen habe, daher beschlossen, mir zukünftig zu jeder Präsentation einen versierten Zeichner mitzubringen. Wenn ihr jemanden kennt bitte mal Nachricht an mich 😉 Danke.

Fazit: Viele Unternehmen machen sich herzlich wenig Gedanken über Ihre Außenwirkung. Sich allerdings damit zu beschäftigen, wie man als Marke auftreten möchte, lohnt sich und wird am Ende von dem belohnt, der Einsatz zu schätzen weiß: der Kunde.

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