Wenn es nach diesem Non Profit geht wird aus Kinderkacke bald ein Windelwald. 🌳
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Es ist 2009. Ich wohne mit meiner Freundin in einer kleinen Dachgeschosswohnung in Hamburg und mache ein Volontariat bei der Werbeagentur. Im November kommt unsere erste Tochter zur Welt und verzaubert uns.
❤️ Die ganze Familie ist superhappy, Eltern und Großeltern schmeißen mit Drogerie-Gutscheinen nach uns, die wir gegen handelsübliche Wegwerfwindeln eintauschen.
Windeln sind, nun ja, ein sehr gewöhnungsbedürftiges Utensil.
Und vor allem bedeuten sie eins: Jede Menge Müll.
Etwas 4000 Windeln sollen es am Ende sein. Nur für K1.
🚛 2011 ziehen wir zurück in die Heimat nach #Rostock. Zu dieser Zeit reist der Hamburger Malte Schremmer mit dem Non Profit Viva con Agua nach Burkina Farso. Er wird von einem heimtückischen Durchfall heimgesucht und macht sich Gedanken über die defizitäre Sanitärversorgung vor Ort.
Die Idee zu Goldeimer entsteht. Trockentoiletten sollen es richten.
Man entwickelt einen Prototyp und gründet ein Social Business in St. Pauli.
2013 wird unsere zweite Tochter geboren.
Und das bedeutet: Wieder 4000 dreckige Windeln für die Tonne.
6 Jahre später erblickt unsere dritte Tochter das Licht der Welt. Nochmal 4000.
🚽 Goldeimer hat mittlerweile ein eigenes Trockenklo auf den Markt gebracht, engagiert sich unter dem Motto: »Klos für alle! Alle für Klos!« und transformiert sich 2022 zu einem Unternehmen in Verantwortungseigentum.
Wir schaffen uns währenddessen einen Kleingarten an und bestellen ein nachhaltiges Trockenklo von #Goldeimer. Für das nachhaltige Geschäft im Grünen.
👼 Und auch bei Co-Gründer Malte kündigt sich ein Baby an. Er fragt sich:
Was, wenn wir aus all dem Windelschiet noch was machen würden?
Die verrückte Idee für das Projekt „Windelwald“ wird geboren. Die Stadt Hamburg schießt 100 Riesen als Förderung dazu. Goldeimer investiert 30k.
Als ich diese Geschichte hörte, dachte ich nur:
😃 Genau so. Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern kreativ werden. Das ist die Haltung, die wir brauchen, um unsere Probleme zu lösen. Das sind die Storys, die inspirieren.
Im März kommenden Jahres soll der „Windelwald“ tatsächlich gepflanzt werden, auf dem Dach der Villa Viva, dem neuen Hotel von Viva con Agua in Hamburg, das im November eröffnen soll. Geschäftsführerin Carolin Stüdemann berichtete ja darüber bereits bei mir im New Work Chat Podcast.
Meine Take Aways:
1 Man kann aus Scheisse Gold machen. Oder zumindest Humus. 😉
2 Wir können viel dafür tun, Müll zu vermeiden. Vielleicht mehr als wir denken.
3 Goldeimer müssen wir unbedingt mal im #Podcast besprechen (Malte wann kommste?)
Was tut ihr in eurer Company, um Müll zu vermeiden?


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