Der „New Work Chat“ wird 50. Hier sind 10 Funfacts über meinen Podcast

Wie schnell die Zeit vergeht. Am vergangenen Freitag durfte ich bereits Folge Nummer 50 meines Podcasts „New Work Chat“ veröffentlichen. Darin spreche ich mit dem bekannten „Transformation Couple“ Sabine und Alexander Kluge über ihre persönliche Journey hin zur eigenen Company kluge+konsorten. Tatsächlich habe ich ich seit dem Start des „New Work Chat“ extrem viele spannende Köpfe kennengelernt und hatte wirklich viel Spaß. Apropos.

Hier sind 10 Funfacts über meinen Podcast.

1. Ich hatte schon Gäste, da war es noch gar kein Podcast.

Kling seltsam, ist aber so. Ich hatte schon Gäste im Interview, da war das Format tatsächlich noch ein anderes. Ich war 2018 für die interne Kommunikation bei der OstseeSparkasse Rostock verantwortlich und hatte mit meinem Team eine Art internes YouTube aufgebaut. Dabei war ich als Reporter im Haus unterwegs, drehte bewaffnet mit Mikrofon Interviewvideos mit den Mitarbeiter:innen der OSPA.

Also lag es nahe zum Thema Digitalisierung auch Experten zu interviewen. In Folge 3 lud ich Conny Dethloff, der zu der Zeit bei OTTO in Hamburg das Thema Kulturwandel und agile Transformation trieb, in den neuen Afterwork-Raum der OSPA zum Chat ein. Das Video erschien nur bei YouTube.

Erst im Juni 2020 veröffentlichte ich meine Interviews auch als Podcast in traditioneller Audioform. Tatsächlich hatte ich bei Twitter irgendwann mal gefragt, ob Video, Audio oder beides gewünscht sei. Zwischenzeitlich veröffentlichte ich die Chats als Video und Podcast. Seit Ende Oktober 2020 erscheint der „New Work Chat“ ausschließlich als Podcast auf Podigee, Spotify, Apple Podcasts und Co.

2. Nur ein einziger Gast war bisher mehr als ein Mal bei mir im Podcast

Alexander Kluge war als einziger Gast bereits zwei Mal bei mir im Podcast. Erstmals sprach ich im Oktober 2020 mit ihm im OSPA Zentrum Rostock nach einer Session der Connectoren zum Thema „E-Mail Diät“.

Die Connectoren waren die Community der freiwilligen Digital-Scouts in der OstseeSparkasse Rostock, mit denen wir sowohl die kulturelle Etablierung des Social Intranets „OSPA Connect“ als auch die Einführung der Mitarbeiter-App „OSPA Quiz Duell“ und das Projekt „Digitaler Führerschein“ umsetzten. Alexander begleitete uns als Berater.

3. Ich führte einmal ein Wahnsinns Interview – doch vergaß es aufzunehmen.

Peinlicher wird´s nicht! Ich hatte mit Stephan Grabmeier einen der Top-Speaker und Autoren zum Thema „Innovation und Nachhaltigkeit“ zu Gast. Wir sprachen eine Stunde lang über Stephans persönliche Story, über seine Perspektiven auf die Digitalisierung und über sein Buch „Future Business Kompass“. Einige Tage später wollte ich den Podcast schneiden, doch konnte die Aufnahme nicht finden. Ich suchte und suchte und schwitzte natürlich entsprechend. Es half nix. Es gab keine Aufnahme.

Ich schrieb Stephan und entschuldigte mich für meinen unangenehmen Fehler, doch Stephan sagte ganz cool: „Das kann schon mal passieren. Wie sieht´s denn zeitlich nächste Woche bei dir aus?“ War ich erleichtert. So sprachen wir also ein zweites Mal und was soll ich sagen, durch mein „intensives Vorgespräch“ war ich top vorbereitet und konnte ein Spitzeninterview führen. Danke nochmal Stephan. 🙂

4. Einer meiner beliebtesten Gäste war jemand, der selbst noch nie etwas von Podcasts gehört hatte.

Schon früh hatte ich einen absoluten Wunschgast. Jemanden, der auf einen Erfahrungsschatz zurückblicken kann, der uns Jungspunde in Ehrfurcht erstarren lässt. Zum zweijährigen Geburtstag interviewte ich meinen Opa, 89 Jahre alt und 62 Jahre verheiratet.

Obwohl er selbst weder einen Podcast gehört hatte noch wusste was auf ihn zukam, führte ich eines der schönsten und emotionalsten Interviews mit ihm. Über seine Flucht im zweiten Weltkrieg, über den Start in die Arbeitswelt in der DDR und über sein Engagement für Mosambik. Ob er danach mal einen anderen Podcast gehört hat wurde bisher nicht überliefert. Übrigens war es mit 90 Minuten auch der längste Podcast bisher.

5. Ich führte zwei Podcast-Interviews auf Englisch – und kam schneller an meine Grenzen als mir lieb war.

My English is good, but my german is better, soll Lothar Matthäus mal in einem Interview gesagt haben. Ich dachte eigentlich immer, dass ich mit Englisch ganz gut hinkomme, bis ich nach Jahren ohne praktische Übung mein erstes Podcast Interview überhaupt führte mit dem Spanier Luis Suarez. Lasst es mich so sagen:

With me is not good cherry eating 🙂

6. Danke, nein! Warum ich eine der größten Agenturen des Landes ablehnte

Mit wachsender Bekanntheit häuften sich auch die Anfragen von Personen, PR-Agenturen und Unternehmen. Tatsächlich waren da auch schon richtig gute Vorschläge dabei und einige Podcasts sind auch nur so zu Stande gekommen. Aber es gab eben auch die Anfragen, die ich leider ablehnen musste.

Eines Tages landete eine Anfrage in meiner Inbox von einer großen prominenten Agentur aus Düsseldorf. Ich fühlte mich geehrt und wer mich kennt, weiß, dass ich immer ein Auge auf die Agenturszene hatte. Schließlich ist MANDARIN bereits die 4. Agentur, in der ich arbeite. Also fragte ich interessiert nach, worüber man denn mit mir sprechen wollte. Möglicherweise hatte man ja im Kontext New Work neue Wege beschritten, auf ein transparentes Gehaltsmodell gesetzt, die Führungskräfte abgeschafft, sich in Kreisen organisiert oder oder. Die Antwort verschlug mir den Atem:

„Wir bieten unseren Mitarbeiter:innen Home Office an.“

Ähhemm. Okay! Vielleicht ein anderes Mal 🙂

7. Die Beats im Intro und Outro stammen aus echten Songs von mir.

Ein Podcast braucht selbstverständlich auch einen vernünftigen Rahmen, eine Struktur und ein Sounddesign. Da ich ja jahrelang Musik gemacht hatte war ich nicht darauf angewiesen, mir einen Soundschnipsel von der Stange ziehen zu müssen.

Ich konnte einfach in meinem eigenen Katalog nach geeigneten Songs schauen und pickte die entsprechenden Instrumentals. Im Intro hört ihr den Beat meines Songs „Keep it real“, in dem ich augenzwinkernd beschreibe, wie das Leben als junger Daddy aussieht, wenn man früh um 5 Uhr mit dem schreienden Baby auf dem Arm aus dem Fenster schaut und die Kumpels sieht, die gerade feiernd aus dem Club torkeln.

Im Outro hört man das Instrumental meines Songs “ I need you“, das mit dem Rostocker Rapper Tristan geschrieben habe. Darin geht es um die Routinen, die uns fesseln und aus denen wir deshalb ausbrechen müssen. Mehr über meine Musik gibt´s auf www.gabrealness.com.

8. Sketchnote Überraschung: Einmal fertigte ein Illustrator eine tolle Visualisierung

Ohne dass ich es wusste, fertigte der Illustrator Till Laßmann einmal eine starke Visualisierung meines Podcasts mit der bekannten New Work- und Mobility-Expertin Katja Diehl an. Schaut mal.

9. In 50 Episoden kam ich bisher ohne Werbung aus.

Findet ihr das nicht auch so nervig, wenn man einen Podcast hören will und sich dann erst mal 10 Minuten Werbung antun muss? Frei nach dem Motto:

„Ich hätte es selbst nicht gedacht, aber heute bin ich schwer begeistert.“

Ganz ehrlich? Im HipHop nennt man das:

Lediglich unser Social Intranet, die moin! App habe ich hier und da in eigener Sache angeteasert. Wichtig ist, dass Werbung nicht aufdringlich daher kommt und zum Podcast passt. Wenn ihr also den „New Work Chat“ supporten möchtet und euch bzw euer Produkt dort mal unterbringen wollt dann kommt gern auf mich zu. Vielleicht lade ich euch ja sogar in den Recall ein 😉

10. Podcast Multitasking: Was ich einmal neben dem Recording tat

Seit wir im Home Office sind können wir die Vorteile der häuslichen Umgebung genießen. Jogginghose, eigener Kühlschrank, Blick vom Balkon. Doch wir müssen uns auch darauf einstellen, dass neue „Störfaktoren“ auftreten.

Einmal nahm ich einen Podcast zuhause remote auf und es klingelte an der Tür. Da ich allerdings den Redefluss meines Gastes nicht abbrechen wollte, öffnete ich nebenbei die Tür, empfing den Postboten, nahm ein Paket entgegen, unterzeichnete den Lieferschein digital und setzte mein Interview fort. Lückenlos.

Ihr seht also: Es geht.

Ob Multitasking allerdings immer eine gute Idee ist steht auf einem anderen Blatt 😉

Fazit:

Ich freue mich schon auf die nächsten 50 Episoden!

Ich freue mich darauf, Experten auszuquetschen, erfolgreiche Macher:innen nach ihren Geheimnissen zu befragen und so die Diskussion rund um die Zukunft der Arbeit ein Stück zu befeuern. Mir geht es darum, verschiedenen Perspektiven zu zeigen, Fragen zu stellen und einfach zuzuhören.

Ich muss nicht mit jedem Gast einer Meinung sein, aber ich respektiere jeden Gast und versuche, mich hineinzuversetzen. Und so konnte ich tatsächlich schon extrem viel lernen.

Es ist so ein bißchen wie bei der Musik. Früher haben wir immer gesagt, wir machen die Mugge, die keiner macht und die wir gern hören würden.

Ich freue mich übrigens nach wie vor über euer Feedback und eure Nachrichten. Und ich danke euch für eure positiven Bewertungen bei Apple Podcasts und Co. Gern weiter so.

Danke!

Hier geht´s zur Jubiläumsepisode Nummer 50:

Gabriel Rath

Ich bin Gabriel, Rostocker Jung`, verheirateter Vater von 3 kleinen Töchtern und kreativer Kopf mit einer Vorliebe für Digitale Kommunikation und New Work. Seit 2018 mache ich den Podcast "New Work Chat". Hier im Blog schreibe ich über mein Leben zwischen Kinderzimmer und Digital Workplace.

2 Antworten auf „Der „New Work Chat“ wird 50. Hier sind 10 Funfacts über meinen Podcast

  1. Danke Gabriel,
    Für diese tollen Beiträge für die Ohren – Eigentlich dachte ich am Anfang „oh no -noch ein Newwork Podcast“, aber deine Folgen haben mich eines besseren belehrt und ich höre sie oft.

    Ich würde mich über einen Podcast mit dir als Gast einmal freuen 😝Denn ich bin selber Vater, leite eine eigen NW Community, arbeite in anderen aktiv mit & kann aktuell nicht nachvollziehen, wie du so viele Bälle gleichzeitig – jonglieren kannst🧐

    Gefällt 1 Person

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