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Über Social Intranets, englische Feedbackkultur und Wiener Schnitzel. Mein Vortrag beim Digital Leadership Forum 2019

In diesem Blog berichte ich vom 6. Digital Leadership Forum in Wien, zu dem ich eingeladen worden war, um von unseren Erfahrungen im Bereich Social Collaboration zu berichten.

Am vergangenen Wochenende reiste ich erstmals in die österreichische Hauptstadt Wien, um die internationale Fachtagung „Digital Leadership Forum“ zu besuchen. Ich war eingeladen worden, um in einem Vortrag von unseren Erfahrungen im Bereich der internen Kommunikation zu berichten und konnte bei dieser Gelegenheit nicht nur die Stadt, sondern auch viele spannende Menschen kennenlernen von Marken wie Coca Cola, Zalando oder der Deutschen Bank.

Los gings am Sonntag vormittag in Rostock mit der Bahn in Richtung Hamburg, meiner zweiten Heimat. Dort hatte ich 2007-2011 gelebt und gearbeitet. Gern erinnere ich mich zurück an die Zeit mit meinen Kollegen bei Scholz & Friends und DDB Tribal, an frühmorgendliche Besuche auf dem Fischmarkt und das internationale Flair, das ich in Rostock oft vermisse.

Ausgestattet mit jeder Menge „totem Holz“ zum Lesen und seltsamerweise mal ohne Kind und Kegel ging es für mich dann mit Austrian Air nach Wien. Die Stadt empfing mich allerdings längst nicht so herzlich wie erwartet. Stattdessen peitschte mir ein kalter Regensturm entgegen. Auf dem Rückweg zum Flughafen erzählte mir der Fahrer meines Uber-Taxis schulterzuckend: „In Wien musst du immer Jacke, Pullover und T-Shirt dabei haben.“ Gut zu wissen 🙂

Die Konferenz fand im Novomatic Forum in der Wiener Altstadt statt. Das im Jugendstil erbaute Haus war als Veranstaltungsort perfekt gelegen.

Am Montag, dem ersten Tag, ging es nach einem wunderbaren Start mit einem Wiener Frühstück mittags los. Volker Grünauer, Gründer der Digital-Netzwerk-Plattform Advatera und Veranstalter der Konferenz eröffnete mit den Worten: „Let´s exchange ideas and experiences!“

Ich begab mich in den Workshop der Niederländerinnen Arosha Brouwer & Loeke Ruijter zum Thema „Digital Transformation: Reworking work“.

In einer knackigen Keynote stellten die beiden die Ergebnisse umfangreicher Interviews vor, die die beiden mit diversen Silicon Valley-Startups geführt hatten.

In unserem Workshop diskutierten mehr als 50 Leute, die größtenteils aus England, Holland, Österreich und Deutschland angereist waren, über die Frage: Wie sollten Unternehmen Zusammenarbeit und Kultur zukünftig gestalten? Und: Welche Erfolgsbeispiele kennen wir bereits?

Schnell wurde klar, dass die Unternehmen erfolgreich sind, die in das „Wellbeing“ ihrer Mitarbeiter investieren, so Beziehungen aufbauen, die für die Zusammenarbeit tragen und Feedback als zentrales Element integrieren.

Die Londonerin Catrin Lewis, Head of Global Engagement and Internal Communications bei Reward Gateway, einem Unternehmen, das „Employee Engagement Technology“ vertreibt, berichtete mir von der eigenen Unternehmenskultur. Dort gibt jeder Mitarbeiter seinen Kollegen regelmäßig Feedback im Social Intranet. Das Feedback ist transparent für alle und gilt natürlich auch für die CEOs. Finde ich sehr gut diesen Ansatz.

Am Abend besuchten wir erst einmal die berühmte Kunstausstellung „Sezession“ und ließen uns die Werke von Gustav Klimt erklären. Anschließend genossen wir die kulinarische Seite Österreichs: Wiener Schnitzel. Und ich muss sagen: Die sind wirklich verdammt lecker 🙂

Am zweiten Tag standen dann hochkarätige Fachvorträge auf dem Programm. Den Anfang machte der Kanadier David Drodge, der die Social Media Kampagne #EndangeredSpecies vorstellte, die er beim WWF gefahren hatte.

Über das Thema „Digital Leadership“ sagte er passenderweise:

„Füher hatten wir Tetris, aber heute haben wir Minecraft! Hier ist Kreativität gefragt, Neues auszuprobieren.“

Im Folgenden wies der Brite Neil Morgan, Digital Workplace Manager bei Philip Morris, darauf hin, dass Transformation und Disruption nur wie folgt gelingen kann:

Wichtig sei es, die Employee Experience zu analysieren und ernst zu nehmen. „Wie fühlt sich der Mitarbeiter bei der Arbeit? Ist jedem klar, warum wir die Tools nutzen wollen und wie wir es tun wollen?“

Mein Vortrag startete dann nach dem Mittagessen und forderte mich schon insofern, da ich ihn auf Englisch halten durfte. Auch das macht man ja nicht jeden Tag. In meinem Vortrag gab ich einen Einblick in unsere Arbeit bei der OstseeSparkasse Rostock (OSPA). Es ging um unser Social Intranet „OSPA Connect“, Hürden, die wir bei der Einführung zu nehmen hatten und Kulturmaßnahmen, die wir unternahmen, um „Teilen“ als Philosophie zu etablieren.

Dabei kommt es meiner Meinung nach auf die richtige Kombination aus „grünem Licht von oben“ und „mutigen Netzwerkern von innen“ an.

Neben der Vorstellung unserer Arbeit mit den Change Agents, die wir Connectoren nennen, stellte ich auch unsere Digital-Initiativen „Mitarbeiter-App“ und „Digitaler Führerschein“ vor.

In einer munteren Q&A-Session ging es dann nochmal um die Frage: Wie kommt von einer hierarchischen Kultur zu einer Netzwerkkultur?

Aus meiner Sicht helfen Obstkörbe und Kickertische da wenig. Strukturen müssen grundsätzlich überarbeitet werden, Hierarchien müssen flach designt werden, damit sich auch Kultur dementsprechend anpassen kann.

Nach meinem Talk ging es zurück nach Norddeutschland, inspiriert von vielen spannenden neuen Kontakten, mit neuen Büchern im Gepäck und vielen Ideen für neue Projekte.

Und hier gibt`s die Slides meiner Präsentation:

Weitere Impressionen der Konferenz


Frage an euch: Wie geht ihr mit dem Thema Feedback im Kontext Unternehmenskultur um? Habt ihr Gewohnheiten, Tools, Karten etc? Teilt das gern (auch mit Link) in den Kommentaren. Bin gespannt.

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