Never underestimate the Fan. Über Social Media und Transparenz.

„Wir überprüfen derzeit die Spitzenplätze in der Rangliste und verkünden morgen, ob wieder der eine oder die andere aus dem Rennen fliegt – es kam wieder zu Unregelmäßigkeiten, die wir ernst nehmen. Unser Ziel ist, dass am Ende der gewinnt, der tatsächlich am besten und ehrlichsten mitgespielt hat.“

(Quelle: http://www.facebook.com/CanadasWestReisen)

Dabei hatte man sich doch so eine Mühe gegeben. Und dann das. Manipulation! Schon wieder – obwohl dieses Mal gar keine Unterhaltungselektronik mit Apfel-Logo als Preis in Aussicht gestellt wurde. Was war passiert?

Das Community Management der Fanpage für Reisen nach Westkanada hatte sich eine kleine Gewinnspielaktion überlegt. Dass diese Bespaßung nicht wirklich den Richtlinien entsprach soll an dieser Stelle mal außen vor bleiben (Stichwort: Gewinnspiele auf der Pinnwand). Wie auch immer. Irgendwer konnte es also wieder einmal nicht lassen und hat geschummelt. Ist das nun etwas Neues? Natürlich nicht. Geschummelt wurde schließlich schon immer. Schon kleine Kinder tun es. Ich bin Daddy einer kleinen Tochter und könnte meine vielfältigen Erfahrungswerte diesbezüglich mittlerweile schon fast in meinem Xing-Profil unter „Referenzen“ angeben. Sind die Kinder dann groß nennt man das nicht mehr schummeln, sondern Betrügen. Nun ja.

Interessant ist für mich an diesem Beispiel jedoch nicht die Tatsache, dass da scheinbar etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Spannend ist für mich als Community Manager die Frage, wie die Betreiber der Fanpage diese „Unregelmäßigkeiten“ ihrer geliebten Community mitteilen. Und da liest man dann also folgenden Satz: „Es kam wieder zu Unregelmäßigkeiten“. Ach so.

Aber Moment mal. Was heißt hier „wieder“? Wie konnte das passieren? Wie oft kam es denn schon zu „Unregelmäßigkeiten“? Und: Was heißt hier überhaupt „Unregelmäßigkeiten“? Fragen über Fragen, die ich mir als „Fan“ zwangsläufig stelle. Und da sind wir beim Thema Transparenz. Die Frage ist doch: Wie offen sollten Social Media-Verantwortliche mit Pannen bei Gewinnspielen umgehen? Was sagt man wann und vor allem wie sagt man es?

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Sicher ist es nicht nötig, einen Post auf der Wall darüber zu veröffentlichen, wie die Klick-Mafias da draußen operieren, was es mit fanslave.de auf sich hat und so weiter und sofort. Das interessiert ja auch keinen „normalen“ Menschen. Mit diesen Themen sollen sich diejenigen befassen, die sich bei ihren tollen Gewinnspielen von den bösen Jungs in die Suppe spucken lassen. Und dafür sollten sie eigentlich auch die Verantwortung übernehmen. Mit dem Finger auf die bösen Jungs zu zeigen ist natürlich einfach. Zu einfach. Sich im allerdings im Vorhinein Gedanken über mögliche Bescheißereien zu machen ist etwas komplizierter. Das kostet nämlich Zeit.

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Fazit: Jedes Gewinnspiel kann heutzutage Opfer eines Angriffs werden. Entscheidend ist in diesem Fall nur eins: die Eier zu haben und zuzugeben, dass da etwas schief gelaufen ist. Und jetzt kommt das Wichtigste: Never underestimate the fan! Ich habe manchmal den Eindruck, dass einige Social Medialisten sich nicht in die Lage ihrer Fans versetzen können. Dabei ist es so einfach.

Die Betreiber der Fanpage „CanadasWestReisen“ geben sich von all dem relativ unbeeindruckt und sind unterdessen längst mit einer neuen Aktion beschäftigt. Sie spielen „Galgenraten“ mit den Fans – natürlich auf der Pinnwand.

Und das geht so:

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