Rewind 2019: Wie ich auf neuen Wegen lief

Seit einigen Jahren nehme ich mir am Ende des Jahres Zeit, um zurückzuschauen auf all die Dinge, die ich bewegt habe und die mich bewegt haben. Tatsächlich bin ich sehr dankbar für dieses Jahr, das retrospektiv auf jeden Fall ein sehr gutes Jahr für mich war, in dem ich viel lernen wollte und konnte. Ich entschied mich für einige wichtige Neuerungen und ließ einige alte Dinge fallen. Man könnte sagen, es war wieder mächtig was los. Doch der Reihe nach 🙂

Januar

Wir starten das Jahr traditionell mit einem Familienspaziergang am Wasser und warten gespannt auf unseren Zuwachs, später liebevoll K3 genannt. Am 21. Januar, dem Geburtstag meines alten Herrn, entscheidet sich Töchterchen Nummer 3, zu uns zu kommen. Wir sind natürlich überglücklich und freuen uns über unser kleines Nesthäkchen. Im Blogpost #Dadof3Girls: Mein neues Leben als Vater von 3 Mädchen berichte ich von meinem „neuen Leben“.

Ich starte meinen ersten Monat Elternzeit und nutze die Zeit, um mehr zu laufen. Tatsächlich setze ich mir zum ersten Mal richtige Jahresziele. 500 Kilometer sollen es am Ende sein. „Das ist einmal nach Berlin und zurück“ gebe ich vor meinen Kindern an. „Bist du verrückt Papa?“ entgegnen sie geschockt. Ende Dezember zeigt Strava, die App, die ich zum Tracking nutze, 850 km an.

Am 30. Januar grinse ich zur Abwechslung mal von der Titelseite der Schweriner Volkszeitung, die ein Rückkehrer-Portrait über mich schreibt.

Februar

Ich nehme das Laufen erstaunlicherweise ernst, hole mir „echte Laufschuhe“ und notiere mir die ersten Wettkämpfe. Gut, dass ich einen Laufpartner habe, vor dem ich mir natürlich keine Blöße geben kann. Steffen, Informatik-Student an der Uni Rostock entwickelt im Rahmen seiner Masterarbeit unseren humanoiden Roboter „Pepper“ bei der OSPA weiter.

März

Ich nehme das vierte Interview meiner neuen Webcast-Serie „New Work Chat“ mit der belgischen Digital Workplace-Expertin Isabel de Clercq auf. Bis zum Jahresende spreche ich mit 12 weiteren spannenden Gästen, die mich vorab über ein Buch, einen Vortrag oder auf anderem Wege inspiriert haben. Ich merke, dass ich selbst aus diesen Gesprächen unheimlich viel lernen kann über die Themen Digitalisierung, New Work und Kommunikation und kämpfe manches mal etwas mit der Technik.

Dadurch, dass die Interviews remote über Zoom laufen bleibe ich abhängig von der Bandbreite meiner Gäste. Das Feedback der Zuschauer ist allerdings (trotzdem) positiv und ermuntert mich sogar dazu, mehr daraus zu machen. Bei YouTube gibt es alle bisherigen Interviews in einer Playlist. Mehr dazu auf www.newworkchat.de

Überhaupt New Work. Ich setzte mich in 2019 kritisch mit der Frage auseinander, wie ich in Zukunft arbeiten möchte. Über die Bergmannsche Kernfrage schreibe ich einen Blogpost, der am Ende zu den meistgelesen Artikeln zählen wird: 10 Fragen, mit denen du herausfindest, was du wirklich, wirklich willst.

April

Ich unternehme den waghalsigsten Trip des Jahres, als ich der Einladung zur Premiere des Kinofilms „Willkommen im Wunderland“ folge und allein mit K1 und K2 nach Berlin fahre. Den Reisebericht über diesen tragikomischen Ausflug in die Hauptstadt könnt ihr hier nachlesen.

Wie mein Leben als bloggender Papa von 3 Töchtern sich nun anfühlt möchte auch das Magazin netpapa wissen. Gott sei Dank ist K3 eine sehr ruhige Zeitgenössin, so dass meine Frau und ich eher mit den vorpubertären „Herausforderungen“ der älteren Geschwister beschäftigt sind. Mein anderes Kind, unseren Roboter Pepper, um den ich mich bei der OSPA kümmere, darf ich übrigens in einem Vortrag bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ in Rostock vorstellen. Das Video dazu gibt´s hier.

Mai

Ich bin das erste Mal in Wien und erzähle auf der „Digital Leadership“-Konferenz, wie wir bei der OSPA Social Collaboration und Kulturwandel leben. Ich habe natürlich meine Laufschuhe dabei und erkunde die City „im Sauseschritt.“ Den Blog zu meinem Wientrip gibt´s hier.

Nur einen Tag später bin ich in Schwerin bei Mandarin Medien zu Gast und berichte von dem anderen Marketingansatz, den wir bei der OstseeSparkasse verfolgen. Das Video dazu gibts hier.

Juni

Im Rahmen meiner Daddymodus-Bloggerei wird unsere Familie für 3 Tage ins Tropical Islands Resort nach Berlin eingeladen. Wir staunen und baden, die Kids schwärmen noch heute davon. Die größte freischwebende Halle der Welt ist ein wahrer Hingucker. Hier gibt´s den Reiseblog.

Juni

Es gibt endlich mal wieder Musik von mir zu hören bzw. zu sehen. Ich veröffentliche das Trailer-Video zum Titelsong meines kommenden Rapalbums „Leinen los“, das wir mit den Arona Yachting-Brüder im Rostocker Stadthafen drehen.

Außerdem darf ich zum zweiten Mal im Ostseestadion auftreten. In der Halbzeitshow der Rostock Griffins performe ich „Leinen los“ – zwar nicht vor 34.000 Fans wie bei Marteria in 2018, dafür aber vor immerhin 4.000 Footballfans. Gerade noch zu verschmerzen 😉

Außerdem wird der Däne Claus Ruhe Madsen erster ausländischer Bürgermeister einer deutschen Stadt. Ein gutes Zeichen, das Rostock in die Republik sendet: Wir sind weltoffen und schauen nach vorne!

Juli

Ich laufe im Training „aus Versehen“ einen Halbmarathon und muss mich danach zwei Tage lang ausruhen 🙂 Ich merke aber auch: Da geht was.

Wir fahren mit den Kids in den Sommerurlaub an den Nordstrand Rügens. Empfangen werden wir bei 30+ Grad, einen Tag später zeigt die Insel ihre hässliche Fratze und behält sie bis zum Ende unseres Urlaubs bei – mit Nieselregen und Kältefronten um die 16 Grad. Lest dazu den Reisebericht.

August

Ich bin zu Gast in einigen Podcasts und Blogs und erzähle die OSPA-Story. Was für uns in Rostock normal ist z. B. in Sachen Collaboration mit einem Social Intranet, ist in anderen Sparkassen teilweise noch undenkbar, doch es tut sich was. Meine Blogposts und gegebenen Interviews zum Thema „Future of Banking“ gibt´s hier.

Auch unsere Netzwerk-Eventreihe 12min.me läuft natürlich wieder auf Hochtouren in 2019. Ich als #Dadof3Girls rücke allerdings freiwillig in die zweite Reihe und lasse auch neuen Teammitgliedern gern den Vortritt.

Auch familiär tut sich währenddessen einiges …

September

Ich diskutiere in Bonn auf einem spannenden Panel des IOM Summits und laufe erneut als Joggingtouri durch die City.

Um Zeit zu sparen und neue Dinge auszuprobieren beende ich meinen Daddymodus Blog bei Instagram und Facebook – zum Unmut meiner Kinder, denen ich verspreche muss, auch auf meinem @gabrealness Kanal noch Daddysachen zu machen. Ok.

Oktober

Ich lese das wunderbare Buch „Fit für New Work“ von Christiane Bandes-Visbeck auf meinem Weg nach Karlsruhe zur New Work Evolution-Konferenz, wo ich eine sehr persönliche Keynote zum Thema „New Work und Familie“ halten darf. Hier gibt´s das Video:

Am Ende des Jahres werden es zwar keine 12 Bücher, wie ich mir vorgenommen hatte, aber immerhin 11. Mehr dazu in meinem Bookblog bei Medium.

Meine Frau und ich feiern unseren 8. jährigen Hochzeitstag und stellen fest, dass die Zeit zu zweit echt selten geworden ist, wenn man mal von der 1 Stunde abends absieht nach denen die Kinder ins Bett gegangen sind.

November

Ich darf im Bremer Havanna-Haus beim „Lunch and Learn“, bei Dataport in Hamburg und bei der Corporate Learning Konferenz in München sprechen. Ds macht Spaß und kommt gut an. Ich nehme mir vor, 2020 weiter an meinen Speakerskills zu feilen und darf für März 2020 bereits einen Vortrag bei einer Handelsblatt-Tagung in Frankfurt am Main fest in meinem Kalender eintragen.

Dezember

Der kalte Winter lockt meinen Opi und mich wieder in die Wärme. Seit einigen Jahren gehen wir zusammen in die Sauna und trinken anschließend ein Bier zusammen. Auch 2019 wurde wieder Bier getrunken 😉

Ich verabschiede mich mit einem großen Danke bei der OSPA und freue mich auf meine neue Herausforderung bei Mandarin Medien, die im September ein neues Büro in Rostock eröffnet haben. Der Blog über meine Beweggründe zum Wechsel wird einer der meistgeklickten Blogposts des Jahres.

Fazit

Es war ein tolles Jahr. Unsere dritte Tochter kam dazu, ich konnte viele spannende neue Leute kennenlernen und ich fand einen Weg zu einer neuen beruflichen Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Nebenbei gab es dann auch noch reichlich Geblogge, Gechatte und Gelaufe. Ach ja und ein bißchen Rap und 12min.me natürlich. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Euch erstmal einen guten Start ins neue Jahr. Let´s rock 2020 🙂

Gabriel Rath

Ich bin Gabriel, Rostocker Jung`, verheirateter Vater von 3 kleinen Töchtern und kreativer Kopf mit einer Vorliebe für Digitale Kommunikation und Social Collaboration. Ich bin außerdem Rapper, Teil der 12min.me-Crew und mache den Webcast "New Work Chat". Hier im Blog schreibe ich über mein Leben zwischen Kinderzimmer und Digital Workplace.

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