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#Dadof3Girls: Mein neues Leben als Vater von 3 Mädchen

Nach monatelangem Warten war es am Montag vor etwas über 4 Wochen endlich soweit. Unsere 3. Tochter erblickte das Licht der Welt und beamte uns gleichzeitig auf ein ganz neues Level.  Mehr Leben, mehr Liebe, mehr Action. Und natürlich auch mehr dreckige Wäsche. Für uns als Eltern ist das natürlich eine große Herausforderung. Schließlich muss so ein Familyding zu fünft auch erstmal gehandelt werden. Doch wir waren noch nie so die ängstlichen Typen was das angeht, ganz im Gegenteil.

Ich darf mich nun um  3 Töchter und meine Frau kümmern, bin sozusagen dauerhaft umgeben von Vertretern des anderen Geschlechts. Wahnsinn. Doch schauen wir nochmal kurz zurück.

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Was bisher geschah

Es war ein sonniger Tag im April als ich die freudige Nachricht erhielt, dass meine Frau schwanger ist. Tatsächlich hatten wir uns ein 3. Kind gewünscht, obwohl dies in Deutschland tendenziell eher selten vorkommt. 2017 lag die Geburtenrate in Deutschland bei 1,57. Und ja, man bekommt in Deutschland schon mal den einen oder anderen schrägen Blick, wenn man sagt: Ja, wir wollen ein 3. 

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Da erntet man schnell Blicke irgendwo zwischen Verunsicherung und Unverständnis. „Seid ihr sicher?“ „Traut ihr euch das wirklich?“ oder auch „Unterschätzt das nicht.“

Interessanterweise fand das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) heraus, dass Eltern, die sich für ein Drittes entscheiden, mit ihrem Leben zufriedener sind als Zwei-Kind-Eltern. Und gesünder sollen sie auch sein. Dagegen hätten wir natürlich nichts einzuwenden.

Entbindungstermin war Mitte Januar, weshalb die Spannung im Dezember allmählich stieg. Würde das am Ende noch ein Weihnachtsgeschenk werden? Oder ein Neujahrsgruß? Baby ließ allerdings auf sich warten und überzog gnadenlos wie Thomas Gottschalk Samstagabendshows.

Am 21. Januar war es dann endlich soweit. Töchterchen kam im Südstadtklinikum Rostock zur Welt. Ich war, wie schon bei unseren ersten beiden Mädchen, mit im Kreißsaal dabei und durfte die Nabelschnur durchschneiden. Da werden selbst harte Männer weich, glaubt mir 😉

Eine Geburt ist ja jedesmal ein ganz besonderes Moment und irgendwie auch total verrückt. Man wartet monatelang darauf und dann ist es innerhalb von Sekunden schon wieder vorbei. Ein kleiner, neuer Mensch kommt auf die Welt. Ein großes Wunder ist das alles und dafür sind wir Gott dankbar.

Überglücklich nahmen wir die kleine Maus in Empfang und verkündeteten die frohe Botschaft in unserer Familie. Gott sei Dank, alles dran und gesund 🙂

Schon nach der Geburt unserer 1. Tochter, die mittlerweile 9 Jahre alt ist, hatte ich den Song „Dadlines“ geschrieben und das Ganze verarbeitet. Jetzt könnte ich fast mal einen Song über meine 3 Töchter schreiben, pro Mädchen eine Strophe, passt doch 😉

Netterweise hatten unsere Schwiegereltern sich als Babysitter für K1 und K2 angeboten, damit ich meine Frau im Krankenhaus besuchen konnte. Zeitgleich begann dann mein erster Monat Elternzeit.

Nach 2 Tagen ging´s dann erstmal nach Hause. Klinik ist ja nun auch nicht wirklich der Ort, an dem man sich erholen kann. Schon um 5:30 Uhr polterte das Personal rein und schmiss die „Flutlichtanlage“ an.

Zurück zu Hause begann dann erstmal das neue Familienleben mit 3 Kindern. Ich habe ja auch 2 Geschwister kenne das aus Kinderperspektive. Aus Elternsicht ist es allerdings nochmal etwas, sagen wir mal, „intensiver“. Da muss man strategisch ganz anders rangehen 🙂

Auch die Schweriner Volkszeitung, die am 30. Januar ein einseitiges Portrait über mich veröffentlichte (und ich meine nicht inhaltlich) schrieb von dieser Babysache und freute sich mit uns 😉

Die Zeit verging natürlich wie im Flug. Wickeln, umziehen, auf den Arm nehmen, zum Schlafen bringen, beruhigen und wieder von vorn. Wir kannten das zwar schon von K1 und K2, doch irgendwie startet man trotzdem nochmal neu und muss wieder reinkommen in die „Prozesse“.

Oft wurden wir gefragt: Und wie reagieren die anderen beiden Mädchen nun darauf? Sind die nun eifersüchtig?“ Unspektakulärerweise gab es im Hause Rath keine weiteren Auffälligkeiten in dieser Richtung. Dafür sind die Mädels ganz happy und stolz, dass sie nun eine kleine Schwester haben.

Natürlich müssen sie sich daran gewöhnen, dass sich unsere Aufmerksamkeit nun aufteiltt, bzw. gerade in den ersten Monaten auf Baby konzentriert. Aber das kriegen wir schon alle gemeinsam hin. Zum Beispiel so, dass meine Frau oder ich sich um Baby kümmmern und der Partner etwas mit den anderen Kids unternimmt.

Spannend war der erste Abend, an dem ich allein mit den 3 Kids zuhause war. Und ich merkte schnell: Die Challenge ist gar nicht das Baby, sondern die Großen. Die hörten nämlich nicht auf mich, sondern schienen hier eine Gelegenheit zu wittern, ihre Grenzen mal wieder auszuweiten. Mit dem Baby im Arm hatte ich „alle Hände voll zu tun“, Ruhe in den Laden zu bekommen.

Doch hey, I did it!

Manch einer denkt bei Elternzeit an „Füße hoch“, doch Entspannung ist das nicht wirklich. Um 6 Uhr geht es spätestens hoch, da die Kids wach sind, auch am Wochenende. Dann Frühstück machen, nebenbei darauf achten, dass die Mädels nicht zuviel Netflix oder YouTube bingewatchen oder die Bude verwüsten. Dann noch Wäsche, Einkaufen und Aufräumen. Meine Frau und ich entdeckten ein ganze neues Level von „busy sein“.

Keine Zeit mehr zu zweit?

In den ersten Wochen liegt der Folus schon ganz klar auf Baby, Tag und Nacht. Umso wichtiges ist es, sich als Paar nicht aus den Augen zu verlieren. Also abends nicht nur gemeinsam in die Röhre zu gucken, sondern sich unterhalten – bis man dann um kurz nach 9 schon wieder halb auf der Couch einpennt. Müde, aber glücklich 🙂

Zeit ist Geld

Mittlerweile ist mein erster Monat Elternzeit auch schon wieder vorbei. Im Dezember werde ich meine Frau, die 1 Jahr Elternzeit nimmt, dann nochmal einen Monat lang begleiten. Wir genießen diese Zeit zusammen sehr. In den allermeisten Ländern ist das ja undenkbar.

Auch wenn man in dieser Zeit etwas weniger in der Tasche hat, kann man doch diese kostbare Zeit nicht in Geld aufwiegen. Und ganz ehrlich, ich kann gar nicht verstehen, dass einige Väter darauf keinen Bock haben und lieber arbeiten gehen. Mitzuerleben wie Baby das erste Mal lacht, nach dir greift oder rülpst wie ein Bauer sind einfach unbeschreiblich schön. Wer das verpasst, der ärgert sich später.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie sich mein neues Leben als #Dadof3Girls entwickelt. Langweilig wird es jedenfalls nicht, aber hey, die coolsten Dinge passieren doch eh außerhalb der Komfortzone oder?

Wie schafft man das nun alles?

Zum Ausgleich gehe ich seit Anfang des Jahres regelmäßig Laufen. Das tut extrem gut und gibt mir neue Energie für das was ansteht. Family, Job und nebenbei auch noch Musik, 12min.me und die Bloggerei.

Fun Fact: Witzigerweise hat auch mein Vater Geburtstag am 21.01. Dann kann man die Partys ja zukünftig zusammenlegen 😉


Wie habt ihr eure Elternzeit erlebt? Schreibt mir doch mal einen Kommentar. Würde mich freuen.

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